Unter dem Motto ,,Kinder-Charity in Dahab" starteten Peter DeHueber, Mohsen Gafar und Hennie Kissling ein aussergewöhnliches Projekt: mit direktem Sponsoring von Kinder-Schnorchelsets und Organisieren von Kinderspielen wollen vor allem zwei Ziele erreicht werden: den Kindern ein Bewußtsein des respektvollen Miteinanders zu vermittlen und ebenso den Schutz der Korallenriffe zu erweitern.





Ursprünglich war es nur eine Idee...

Und kleine Ideen, die einem nicht aus dem Gedächtnis gehen soll man ja angeblich nicht ignorieren.

Jeder Mensch sollte wissen, dass Korallenriffe zu den größten lebenden Gebilden der Erde und gleichzeitig zu den stark bedrohten Lebensräumen in den Meeren gehören. Die Verschmutzung der Meere, steigende Tourismuszahlen und Übernutzung durch Fischfang lassen nicht nur Meeresforscher aufhorchen: jeder Taucher, der schon öfters an ein und demselben Ort (Äygpten, Malediven, etc.) seinen Urlaub verbracht hat, kann bestätigen: die Korallenstrukturen werden jedes Jahr deutlich flacher und gleichförmiger, die Artenvielfalt der hiesigen Meeresbewohner sinkt und die fortschreitende Korallenbleiche ist nicht zu übersehen.




Ein (noch) intaktes Korallenriff am roten Meer

Hinweisschilder (zb. beim Blue Hole/Dahab, in 5 verschiedenen Sprachen) werden von Touristen, als auch von den Einheimischen einfach ignoriert. Man kann oft beobachten dass nicht einmal zwei Meter vom Hinweisschild entfernt, immer wieder Menschen auf dem Riffdach - einem Strandpromenaden-Spaziergang gleich - gemütlich flanieren gehen.
Welche konkreten Lösungsvorschläge kann man nun anwenden?

Der Unterwasser-Fotograf Peter DeHueber und ich waren derselben Meinung: das Bewußtsein für die Notwendigkeit des Meereschutzes kann man bei Erwachsenen nur bedingt schärfen. (Die meisten Einheimischen wollen den Wirtschaftsfaktor Tourismus vor Ort stärken und denken selten an die Zukunft und/oder an den Schutz der Meere).
Man muss bei den Kindern beginnen.





Da mehrere kleine Schritte bekanntlich bedeutsamer sind als große Worte, wollten wir an dem Ort beginnen den wir schon beide jahrelang gut kennen: Dahab / Sinai / rotes Meer.
Mohsen Gafar (siehe seine Website) und seine Frau Bianca kümmern sich schon seit einigen Jahren freiwillig nicht nur um um das Wohlergehen der Kinder, sondern auch um die Vermittlung des Bewußtseins eines friedvollen Miteinanders und Einsatz für den Umweltschutz.





Wie? Durch eine Sprache die alle Kinder dieser Welt verstehen: Spielen und Zeichnen / Malen.

Das Ergebnis, das wir konkret beobachten konnten:
- ein liebevoller Umgang zwischen Beduinenkindern und ägyptischen Kindern (obwohl ihre Eltern/Familien seit Jahrzehnten im Zwist leben)
- ,,Learning by playing": durch kleine Spiele und Wettkämpfe (im Wasser und an Land) lernen sie den Weg des respektvollen Miteinanders statt Gegeneinander.
- Sobald ein Kind z.B. eine leere Plastikflasche oder Plastiktüte im Meer entdeckt, springt es ins Wasser und holt den Müll heraus, der dann direkt in den nächsten Mistkübel befördert wird.





Mit seinem Projekt ,,Children against terrorism" hat Mohsen schon sehr viel Positives bewirkt. O-Ton: ,,I think that fighting against terrorism is not by bombs or guns because all what this adds is more hate and more terrorist but love co-operation, education, giving hope for better future, so I decided to do it by my way. I start with children by the language they know: playing and drawing. I started a programme for teaching through playing and drawing ... and after Dahab bombing (terrorist attack) my kids decided to make demonstration against terrorism and here are some pictures..."





Peter und mir wurde klar, dass Mohsen Gafar der richtige Ansprechpartner für unser Premieren-Projekt war. Der direkte Weg ist fast immer der Beste, aber die Schnorchelausrüstungen einfach ohne Weiteres unter den Kindern zu verschenken wäre zu simpel gewesen. Viel spannender und lustiger sind mehrere kleine Wettbewerbe, wo jedes Kind (auch die Kleinsten) eine Chance darauf hat ein Schnorchel-Set zu gewinnen.
Mohsen hat die Spiele im Wasser und an Land mit viel Herz wunderbar organisiert und ausserdem wertvolle Dienste beim Dolmetschen geleistet. (Die Kinder können zwar ein wenig englisch, Peter und ich sind der äygptischen Sprache allerdings nicht mächtig:-)

Anschließend waren wir uns einig: wir möchten auch in anderen Orten / Ländern auf dieser Welt unser Kinder-Charity Projekt weiterverfolgen!





Da unsere Premiere zwar einzigartig aber nicht einmalig bleiben soll, suchen wir Sponsoren die uns in Zukunft unterstützen. (Tauchartikelhersteller, Fluglinien,... )
Informationen über Sponsoring, gegenseitige Verlinkung, Page Ranking, etc.: E-Mail

Ein liebes Dankeschön für die Unterstützung beim Kinder-Charity Projekt in Dahab gilt:

Vor allem: Mohsen Gafar und Peter DeHueber.
Ebenso: Karl DeHueber, Eva Fröstl, Alexander Steinwender, Thomas Glaser, Ullrike Maier.
(c) Fotos: Peter DeHueber, Eva Fröstl, Thomas Glaser, Hennie Kissling

Autor: Henriette Kissling
18.06.2009








Gallery Kinder Charity Dahab

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,,Wir können vielleicht vom Kinde ebensoviel lernen, wie so ein kleiner Schelm von uns. In mehr als einem Sinne wird niemand wieder so klug, wie er als Kind war. Das Kind hat vor allem den Mut des Egoismus, das ist: des Glückes ohne Reue." (Carl Ludwig Schleich)
,,Wir versuchen den Kindern ständig die Welt zu erklären, anstatt sie uns von ihnen erklären zu lassen." (Gudrun Kropp)



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