Wieso gibt es unterschiedliche Flossen beim Freitauchen (z.B. Pool, Speerfischen, Tieftauchen)?

Wieso gibt es unterschiedliche Flossen beim Freitauchen (z.B. Pool, Speerfischen, Tieftauchen)?

Freitauchflossen zeichnen sich durch ihr langes Flossenblatt aus. Da die meisten Turbulenzen an der Flossenspitze entstehen, werden grundsätzlich lange schmale Flossen bevorzugt. Daraus resultiert ein größerer Vortrieb bei geringerer Schlaganzahl, daraus folgt: geringerer Sauerstoffverbrauch. Voraussetzung ist natürlich eine gute / angepasste Flossentechnik!
Die Härte des Flossenblatts sollte dem Trainingszustand entsprechen. Darüber hinaus spielen persönliche Vorlieben eine entscheidende Rolle. Beim Speerfischen oder als Instruktor muss man oft innerhalb von kurzer Zeit schnellen Vortrieb haben, deshalb wird oft ein härteres (Karbon)Blatt gewählt. Der Trend geht aber seit einigen Jahren klar in Richtung weiches Flossenblatt, selbst die Top Profis haben beim Wettkampf eher weichere (Karbon)Flossenblätter, da die kleineren Amplituden (+ Kombi schnelleres Tempo) insgesamt weniger O2 verbraucht.
Es gibt Flossen aus Plastik (meist Polymer-Kunststoff), Fiberglas und Karbon, aber auch Mischformen (z.B. Karbon / Fiberglas von Leaderfins). Der Vorteil von Fiberglas- und Karbonflossen liegt in der Veränderung der Härte, Plastikflossen werden mit der Zeit weicher. Fiberglas- und Karbonflossen behalten ihren Härtegrad bei. Plastikflossen haben den Vorteil, dass man sie leicht transportieren kann (brechen nicht so leicht wie Karbonflossen) und: dass sie wesentlich günstiger in der Anschaffung sind.

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